Weltmeisterliche Sportlerehrung des RSV Unna

(WR//HA .26.09.12 Auszüge) In einem historischen Rahmen, im Ratssaal der Stadt Fröndenberg, hatte der RSV Unna, nach dem Sieg von Charlotte Becker bei den Weltmeisterschaften in Valkenburg, NL,im Team- Zeitfahren und der großartigen Vorstellung im Straßenrennen, kurzfristig zu einem großen Empfang eingeladen.

RSVUnnaWeltmeisterin

Aber nicht nur die Weltmeisterin wurde geehrt, der RSV nahm die Gelegenheit wahr das gesamte Renn-Team, das in dieser Saison wieder mit hervorragenden Erfolgen glänzte, zu ehren. Über 80 Gäste aus Sport Politik und Wirtschaft konnte der Schirmherr der Veranstaltung der Fröndenberger Bürgermeister Friedrich Wilhelm Rebbe und RSV Vorsitzender Hans Kuhn begrüßen.

Rund 1500 Siege stehen bisher für den Rad Sport Verein Unna zu Buche. 25 Deutsche Meistertitel wurden eingefahren. Charlotte Becker, seit 1996 RSV-Mitglied, wurde bereits Europameisterin und Welt-Cup Siegerin, aber das wertvollste Trikot (neben Olympia) streifte sie sich in der letzten Woche bei der Weltmeisterschaft in den Niederlanden über. Mit der deutschen Mannschaft holte „Lotte“ WM-Gold im Mannschaftszeitfahren. Der 29-Jährigen wurde in einer Feierstunde im Ratssaal der Stadt Fröndenberg, zu der die Stadt und der RSV eingeladen hatten, entsprechende Ehre zuteil. Ebenso stand Lucas Liß, das zweite Aushängeschild des Vereins, im Mittelpunkt als Bronzemedaillengewinner bei der Europameisterschaft und 6. Der Bahn-Weltmeisterschaft in Melbourne.

Rückblick: Als kleines 13 jähriges Mädchen kam „Lotte” 1996 aus Waltrop zum RSV Unna. Im gleichen Jahr holte sie sich ihren ersten Deutschen Meister-Titel. Diese Meisterschaft fand in Fröndenberg auf dem schweren Kurs neben der berüchtigten „Eule” statt. Die Weltmeisterin erinnert sich gerne an diesen Tag, wie sie kund tat. „Die Begeisterung an der Strecke damals war riesengroß, „das werde ich nie vergessen.

Als Charlotte Becker diesen ersten DM-Titel holte, war Lucas Liß gerade vier Jahre alt. Aber auch er entwickelte sich zu einem Weltklasse-Radsportler. Beide, Becker wie Liß, gehören dem Olympiakader für 2016 in Brasilien an. „Wenn sie dort mit einer Medaille heim kommen, dann würden wir sie beide gerne wieder im Ratssaal begrüßen“, versprach Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Er stellte in seiner Begrüßungsrede die Tradition der Stadt mit dem Radsport heraus. Deutsche Meister wie Hans Wulf, Hans Kuhn, Frank Ommer oder Erik Zabel schrieben Geschichte für die Ruhrstadt. Und noch eines verriet er: „Wenn 1996 die Olympischen Spiele nach Deutschland vergeben worden wären, dann hätte das Frauen-Rennen in Fröndenberg stattgefunden. So aber bekam Atlanta den Zuschlag.“

Dass vor solchen Schlagzeilen, wie sie derzeit Becker und Liß schreiben, harte Arbeit steht, das machten beide in den Interviews mit Reinhold Böhm deutlich. Fast jeden Tag werden Umfänge von bis zu 200 Kilometer (Becker) und darüber hinaus (Liß) gefahren. Während für „Lotte“ die Saison beendet ist, geht Lucas Liß weiter auf die sportliche Reise: Zunächst steht ein Trainingslager in Frankfurt/Oder an, dann geht es zur Europameisterschaft nach Litauen und dann gleich weiter zum Weltcuprennen nach Glasgow Landrat Michael Makiolla, einer der zahlreichen Ehrengäste und ein Freund des Radsports, brachte es bei seinen Begrüßungsworten auf den Punkt. „Wenn es einen Verein gibt, der für internationale Erfolge steht, dann ist es der RSV Unna. Das gilt es zu würdigen.“ Dieses Lob nahmen die beiden „Macher“ des RSV, Vorsitzender Hans Kuhn und Geschäftsführer Reinhold Böhm, die auch beide fachkompetent durch die gut einstündige Veranstaltung führten, gerne auf. Dass es aber im Verein RSV Unna nicht nur „Lotte“ Becker und Lucas Liß gibt, das zeigten die vielen Rennfahrer, weiblich (Lisa Carolin Happe und Jana Schemmer) wie männlich auf.

Da standen mit Philip Turner, zweifacher Deutscher Meister, Seriensieger Luca Felix Happke, Aaron Grosser, dem Aufsteiger des Jahres mit neun Saisonerfolgen, noch weitere Talente, um nur einige zu nennen. auf der Bühne, um nur einige zu nennen, die bereits zum Landeskader NRW zählen und auf dem Sprung in die Nationalmannschaft sind. Toni Kirsch, der Vorsitzender der Radsportjugend des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) und Präsident des NRW- Radsportverbandes, ebenfalls in Fröndenberg unter den Ehrengästen wie der Koordinator des Landesverbandes NRW für den Rennsport, Günter Schäfer aus Dortmund, ist sich sicher, dass der eine oder andere aus dem Nachwuchs des RSV auch den Sprung nach vorne schaffen kann. „Da sind heiße Eisen im Feuer.“ Angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen, insbesondere mit den Ganztagsschulen, muss sich auch der BDR strukturell neu aufstellen und auf die neuen Gegebenheiten einstellen Nach der Schule, die oft bis in den Nachmittag hinein geht“, führte er dazu aus, „folgt noch ein zeitintensives Training. Das ist nicht leicht zu händeln.“ Und wer in die Fußstapfen von Charlotte Becker und Lucas Liß treten will, dem steht harte Arbeit bevor.

 

 

 

 

 

Text und Foto: RSV Unna

 

 

 

 

 

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