{"id":7449,"date":"2018-04-13T08:10:05","date_gmt":"2018-04-13T06:10:05","guid":{"rendered":"http:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/?p=7449"},"modified":"2019-03-11T11:54:38","modified_gmt":"2019-03-11T10:54:38","slug":"hessmann-rockt-die-hoelle-des-nordens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/7449\/","title":{"rendered":"He\u00dfmann rockt die H\u00f6lle des Nordens"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele junge Radsportler ist es ein gro\u00dfer Traum. Einmal Paris \u2013 Roubaix, auf alten Wegen, mit ekelhaften Anstiegen, Wind und der gef\u00fchlt nie endenden Kopfsteinpflasterstrecken.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach Jon Knolle im vergangenen Jahr durfte in diesem Jahr mit Michel He\u00dfmann der n\u00e4chste Hoffnungstr\u00e4ger des Rad Teams Stadtwerke Unna in Paris an den Start gehen.<\/p>\n<p>\u201eEs f\u00fchlt sich tats\u00e4chlich anders an, hier am Start zu stehen. Alle wirkten nerv\u00f6s und so fing dann auch das Rennen an. Jeder wollte vorne sein, um jeweils in einer guten Position in die Pav\u00e9s (Kopfsteinpflasterpassagen) zu kommen. Es ist schon wichtig da vorne dabei zu sein. Wenn du ansonsten einen schw\u00e4cheren vor dir hast und da eine L\u00fccke auf geht, dann wird es schwer die wieder zu schlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p><strong>He\u00dfmann angriffslustig<\/strong><\/p>\n<p>Der Liveticker zeigte kurz vor der H\u00e4lfte des Rennens dann zwei Ausrei\u00dfer \u2013 kein Deutscher Starter. Mit der n\u00e4chsten Einblendung dann die \u00dcberraschung f\u00fcr Fans des Radsports in Unna. Michel He\u00dfmann schlie\u00dft zur Spitzengruppe auf. F\u00fchrung bei Paris \u2013 Roubaix f\u00fcr Michel He\u00dfmann. Das hat es in den 50 Jahren des RSV Unna noch nicht gegeben. \u201eEs f\u00fchlte sich gut an. Ich war auch gar nicht m\u00fcde und auch nicht am Limit. Wir sind dann zu dritt ein St\u00fcck gefahren, sp\u00e4ter schlossen dann weitere Fahrer zu uns auf. Das Rennen wurde immer schneller aber ich kam gut zu Recht.\u201c<\/p>\n<p><strong>Auf ALUnna-Rohren \u00fcber die Pav\u00e9s<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Junioren ging es \u00fcber 16 Pav\u00e9s mit einer L\u00e4nge von 28 Kilometer. Eine besondere Beanspruchung f\u00fcr Fahrer und Material. \u201eDie Pav\u00e9s sind teilweise schon richtig heftig. Da kannst du, so wie ich es immer im Fernsehen beobachten konnte, teilweise tats\u00e4chlich nur am Rand auf der Grasnarbe fahren. Ich bin bewusst mit unserem ALUnna-Rad an den Start gegangen. Das war eine richtig gute Entscheidung. Diese langen und hart gefahrenen Strecken kommen mir sehr entgegen. Rad und Beine f\u00fchlten sich einfach nur gut an. Ich f\u00fchlte mich voll in meinem Element.\u201c<\/p>\n<p><strong>Defekthexe kommt zur Unzeit<\/strong><\/p>\n<p>Ohne Defekt geht es bei Paris \u2013 Roubaix wohl nicht. \u201eNach knapp 70 Kilometer hatten wir einen echt krassen Speed in der Spitze. Ich fuhr an 4. oder 5. Stelle. An meinem Hinterrad mussten immer mehr Fahrer rei\u00dfen lassen. Eine immer kleiner werdende Gruppe und die Chance auf die Top Ten war da. Wir waren dabei mit vier Deutschen in der Gruppe. Das war schon gut. Doch dann bekam ich kurz vor Ende des Pav\u00e9s einen Platten. Dadurch, dass das Feld so auseinander gerissen war, waren die Begleitfahrzeuge sehr weit hinten. \u00dcber zwei Minuten mussten wir warten- direkt neben mir hatte auch mein Teamkollege Mayerhofer auch einen Defekt- bis der Mannschaftswagen da war. Schnell einen Laufradwechsel und dann ging es mit Mayerhofer zusammen auf die Verfolgung. Die Spitze war bei dem Tempo nicht mehr einzuholen. Wir konnten aber viele Fahrer vor uns wieder einsammeln und auf die Verfolgergruppe aufschlie\u00dfen. Mit zwei D\u00e4nen haben wir dann das Tempo noch einmal angezogen, so dass wir dann mit einem D\u00e4nen und einem Norweger in Richtung Roubaix fuhren.<\/p>\n<p><strong>Einfahrt ins Radstadion Roubaix<\/strong><\/p>\n<p>Dann hatten wir pl\u00f6tzlich das letzte Pav\u00e9, gespickt mit den Steinen der gro\u00dfen Gewinner, vor uns. Eigentlich etwas wie ein Teppich, die letzten Meter vor dem Stadion. Dann die Einfahrt ins Stadion, eine Zielankunft, die sich so besonders anf\u00fchlt, dass ich sie nicht beschreiben kann. Lauter Jubel bei jedem Fahrer der durch den Torbogen f\u00e4hrt. Dann noch eineinhalb Runden mit G\u00e4nsehaut auf der Bahn. Es f\u00fchlt sich an wie eine Ehrenrunde. Ich bin stolz, erleichtert und einfach nur gl\u00fccklich.\u201c<\/p>\n<p>Platz 20 ist am Ende ein klasse Resultat f\u00fcr Michel He\u00dfmann, der noch zum Jungjahrgang geh\u00f6rt und hoffentlich im kommenden Jahr erneut die Chance erh\u00e4lt, diesen Traum noch einmal erleben zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7447\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180410-WA0007.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" border=\"1\" srcset=\"https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180410-WA0007.jpg 1280w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180410-WA0007-300x200.jpg 300w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180410-WA0007-768x512.jpg 768w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20180410-WA0007-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Franzi Koch gewinnt MTB-Weltranglistenrennen in Belgien<\/strong><\/p>\n<p>Zeitgleich ging Franzi Koch in Belgien an den Start. Beim 3-Nation-Cup in Beringen ging es darum, Punkte f\u00fcr die Weltrangliste zu sammeln. Punkte, die bei der WM \u00fcber eine gute Startposition entscheiden. \u201eDer BDR hatte Franzi zum Weltranglistenrennen in die Schweiz eingeladen. Wir haben uns f\u00fcr Belgien entschieden, weil es f\u00fcr Franzi weniger Reisestress bedeutete. Sport und Schule m\u00fcssen ja auch irgendwie in Einklang gebracht werden k\u00f6nnen\u201c, so Vater und Trainer Christian Koch.<\/p>\n<p>\u201eIch konnte auf Grund meiner Erfolge im vergangenen Jahr aus der ersten Startreihe losfahren. Die Chance habe ich dann genutzt und habe im Startloop meinen Platz verteidigt. So bin ich dann auch als erste ins Gel\u00e4nde gegangen. Da ging es dann sofort extrem Steil und lang bergauf. Die Strecke, angelegt an einer ehemaligen Halde, war sehr schwer. Bereits am ersten Anstieg konnte ich mich von der Konkurrenz l\u00f6sen. Schnell schloss ich auch zu den ersten Frauen auf, die 2 Minuten vor uns gestartet waren. Dann wurde es knifflig, da viele Strecke einfach nur eng waren und wenig M\u00f6glichkeiten zum \u00dcberholen lie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>Der Kurs hatte es in allen Passagen in sich. Der Schwierigkeitsgrad war auch in den technischen Teilen sehr hoch. Steinfelder, Spr\u00fcnge und knifflige Trail-Passagen machten die Abfahrten zu einer gro\u00dfen Herausforderung. Am Ende sprang f\u00fcr die Deutsche Meisterin ein \u00fcberlegener Sieg heraus. Sie siegte mit sechs Minuten Vorsprung vor der belgischen Lokalmatadorin Debremaeker und sammelte damit die ersten 20 Punkte f\u00fcr die Weltrangliste. Ein guter Start f\u00fcr Franzi in die MTB Saison. Damit geht es am kommenden Wochenende gut vorbereitet zum Weltcup in Nales\/Italien.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7448\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/WR-Belgien-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" border=\"1\" srcset=\"https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/WR-Belgien-1.jpg 1280w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/WR-Belgien-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/WR-Belgien-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/WR-Belgien-1-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sichtungsrennen in B\u00f6rger<\/strong><\/p>\n<p>Beim ersten Sichtungsrennen des BDR in B\u00f6rger lief es f\u00fcr die RSVler noch nicht so gut. W\u00e4hrend Luca Harter mit der gro\u00dfen Spitzengruppe ins Ziel kam war das lange Rennen f\u00fcr Julius Dr\u00e4ger nach seiner langen Erkrankung am Ende noch zu hart. Beide zeigen aber ansteigende Form und d\u00fcrften in den kommenden Wochen f\u00fcr \u00dcberraschungen sorgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei der Elite war das Feld mit zahlreichen niederl\u00e4ndischen Profis gespickt. Am Ende gewannen die Niederl\u00e4nder den \u201eL\u00e4ndervergleich\u201c. Auf der letzten Runde setzte sich Jeff Krul vom Feld ab und konnte im Alleingang den Sieg einfahren. Dahinter kam es dann zum direkten Sprintduell zwischen Jeff Vermulen und Aaron Grosser. Der Niederl\u00e4nder siegte denkbar knapp. Ein gutes Rennen zeigten in diesem starken Feld auch Luke Derksen und Simon Schmitt. \u201eIch wollte f\u00fcr Simon den Sprint anfahren und hatte ihn auch an meinem Hinterrad. Dann dr\u00e4ngte sich in der letzten Kurve ein Fahrer dazwischen\u201c, so Derksen nach dem Rennen. Auf Platz 20 und 33 kamen beide Fahrer ins Ziel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 align=\"center\"><strong><em>Text und Fotos: RSV Unna<\/em><\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele junge Radsportler ist es ein gro\u00dfer Traum. 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