{"id":6828,"date":"2015-07-20T08:22:42","date_gmt":"2015-07-20T06:22:42","guid":{"rendered":"http:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/?p=6828"},"modified":"2019-03-29T09:09:36","modified_gmt":"2019-03-29T08:09:36","slug":"rsv-osthelden-bei-der-datev-challenge-roth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/6828\/","title":{"rendered":"RSV Osthelden bei der DATEV Challenge Roth"},"content":{"rendered":"<p>Nur eine Woche nach der Hitzeschlacht beim Ironman Frankfurt, wurde Deutschlands sch\u00f6nster und beliebtester Langtriathlon, die \u201eDATEV Challenge Roth \u201e ausgerichtet.<\/p>\n<hr id=\"system-readmore\" \/>\n<p>Es war ein sehr schwerer Kampf f\u00fcr die Starter aller Altersklassen, die an diesem Wochenende nach monatelangem Training ihren Jahresh\u00f6hepunkt finischen wollten. Stark einsetzende Windb\u00f6en ab dem sp\u00e4ten Vormittag, Temperaturen jenseits der 32\u00b0C und zum Nachmittag dr\u00fcckende Schw\u00fcle erschwerte allen Athleten den langen Weg zum Ziel.<\/p>\n<p>Bereits im Sommer des Jahres 2014 hatten sich die 3-K\u00e4mpfer \u00fcbers Internet anmelden m\u00fcssen, um \u00fcberhaupt noch einen Startplatz f\u00fcr den begehrten Event zu bekommen. Innerhalb von wenigen Minuten waren alle Startpl\u00e4tze ausgebucht. So standen dann am Sonntag, den 12.07. ca. 3410 Einzelstarter und 664 Staffeln in den Startl\u00f6chern um in einzelnen Startgruppen a 200 Personen auf die lange Reise geschickt zu werden. Ab 06:30 wurden die Profis ins Wasser gelassen, um 6:40 und 06:45 folgten die Felder der Frauen. Ab 07:00 bis 09:10 Uhr wurden dann im 5 Minutenrytmus alle anderen Startgruppen an die Startlinie des Main-Donau-Kanals gebracht.<\/p>\n<p>F\u00fcr den RSV Osthelden starteten Jens Kanis, Reiner Bordihn, Andreas Klappert und Erhard Hofmann. Gezittert wurde bei allen Sportlern bis zum sp\u00e4ten Samstagabend, ob denn der Neoprenanzug zugelassen wird, da sich die Temperatur des Kanales langsam der 24\u00b0 Marke n\u00e4herte. Aber wir hatten Gl\u00fcck und die bessere Wasserlage war gesichert. F\u00fcr die RSV ler war die Auftaktdisziplin, mit Ausnahme von Hofmann, der angenehmste Part. Schwimmzeiten zwischen 1:16h bis 1:30 waren kalkuliert, Ausreiser nach oben gab\u2019s nur von einem.<\/p>\n<p>Nach einem z\u00fcgigen Wechsel befanden sich alle Athleten auf der ersten Radrunde. Windschattenfahren war nicht erlaubt, sodass es bei dieser Dichte von Radfahrern sehr schwierig war einen \u00dcberholvorgang, ohne zus\u00e4tzliche Kraftanstrengung, auch sicher abzuschlie\u00dfen. Ab der 2. Runde entzerrten sich die Felder deutlich, daf\u00fcr kam aber starker Wind mit unangenehmen B\u00f6en auf. Der anfangs gut erarbeitete Schnitt fiel deutlich zusammen und sollte vielen AK-Athleten noch einigen Kummer bereiten. Klappert konnte eine sehr z\u00fcgige Radzeit von 5:31h verbuchen, hatte aber bereits beim Radfahren mit starken Kr\u00e4mpfen zu tun. Hofmann folgte mit 5:40h sah aber in der Wechselzone schon deutlich angeschlagen aus. Jens Kanis folgte nach 5:48h und schimpfte \u00fcber die b\u00f6igen Bedingungen, die auch ihm zugesetzt hatten. .Reiner Bordihn meinte dass er noch nie solange Rad gefahren w\u00e4re und am liebsten den Tacho weggeworfen h\u00e4tte. Nach 6:58h erreichte er dennoch halbwegs gut gelaunt die 2. Wechselzone.<\/p>\n<p>Aber es wurde jetzt richtig schwer. Bereits deutlich nach 14:00 Uhr waren die Temperaturen in und um Roth soweit angestiegen, das selbst die Zuschauer unentwegt den Schatten suchten. Die ersten KM bis an den Kanal kosteten alle Sportlern sehr viele Reserven. Andreas hatte weiterhin mit Kr\u00e4mpfen zu tun, sodass er kaum in der Lage war, einen Laufrytmus zu finden. V\u00f6llig entkr\u00e4ftet musste er bereits nach 4 KM den Wettkampf abbrechen.<\/p>\n<p>Hofmann folgte als n\u00e4chster auf die Laufstrecke. Der alte Fuchs wusste aber sich die K\u00f6rner einzuteilen und versuchte auf den ersten 10 Km einen halbwegs passablen Lauf aufzubauen. Doch die Sonne war unerbittlich, aufziehende Wolken versprachen Schatten, brachten aber wirklich nur dr\u00fcckende Schw\u00fcle. Ab Km 15 bis 23 musste der 60-j\u00e4hrige k\u00e4mpfen, hielt sich aber mit ausreichender Verpflegung, einzelnen Gehpausen und immer wieder setzen von neuen Zwischenzielen in Bewegung. Die Nachrichten vom Ausstieg etlicher Bekannter festigten den Willen, seine \u201eletzte Triathlon-Langdistanz\u201c auf jeden Fall zu finishen. Nach 11:17 erreichte Erhard ersch\u00f6pft aber gut gelaunt den Festplatz in Roth. Das angepeilte Ziel, unter die schnellsten 5 seiner Altersklasse zu finishen hatte er erreicht.<\/p>\n<p>Jens Kanis hatte ebenfalls nach dem anstrengenden Radsplitt Probleme auf der Laufstrecke bekommen. Zwar hielt seine Wade den Belastungen stand, daf\u00fcr bekam er es aber mit dem Magen zu tun, der ihn mehrmals aufforderte, diesen doch bitte ausreichend zu entleeren. So schleppte sich Jens deutlich angeschlagen von einer Verpflegungsstation zur n\u00e4chsten, um die erforderliche Energie wieder nachzuf\u00fchren. Der Kopf sagte, du musst weiter, aber der Verstand funktionierte noch, sodass Kanis den Lauf schweren Herzens bei Km 21 abbrach. Entt\u00e4uscht, aber sicher, das Richtige getan zu haben, ging\u2019s auf dem k\u00fcrzesten Weg Richtung Roth. Bereits hier hatte er seinen n\u00e4chsten Start f\u00fcr 2017 bereits fest im Visier.<\/p>\n<p>Auch Reiner Bordihn war der Kraftakt auf dem Rad anzusehen als er zum Wechsel kam, aber nach ausreichender Wechselzeit machte er sich auf die Laufstrecke. Mit einer schier unglaublichen Energieleistung schleppte er sich \u00fcber die 42 Km. Aufgeben gibt es f\u00fcr Reiner nicht, vor allem nach dem er geh\u00f6rt hatte, das der RSV schw\u00e4chelt. Also Augen zu und durch. Viele Gehpassagen, gegenseitiges aufmuntern durch gleichfalls betroffene Athleten, sowie das setzen von Nahzielen lie\u00df die 3-K\u00e4mpfer dem Ziel immer n\u00e4her kommen. Allein der Gedanke an den Genuss, in die Arena einzulaufen und von tausenden im Ziel empfangen zu werden, lie\u00df Reiner weiter wandern. &gt; Und genossen hat er das Rother Feeling, als er nach 14h: 13 Min und 48 Sec im Oval der tobenden Menge stand und diese Atmosph\u00e4re aufsaugte.<\/p>\n<p>Es war ein schwerer aber sehr formender Tag, der manch einen \u00fcber sich hinauswachsen lies.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus dem heimischen Raum der Postleitzahl 57 waren insgesamt 18 Athleten gestartet, von denen nur 9 das Ziel in Roth erreichten.<\/p>\n<p>Weitere Finisher: Andreas Berndt &gt; Skiclub Olpe 10:57:04;Thomas Schneider &gt; DJK Marienstatt 11:20:42; Torsten Neuhaus &gt; RC L\u00fcdenscheid 11:45:49; Carmen Theis &gt; DJK Marienstatt 12:04:12; Thomas Tippmann &gt; TV Attendorn Tri Time 13:22:40; Ernst Klein &gt; TV Attendorn Tri Time 14:48:49; <strong>Klaus Vollenberg &gt; Rot-Weiss Kirchhundem &gt; Sieger der AK 70 in 15:22:10<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6827\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1070417.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" border=\"1\" srcset=\"https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1070417.jpg 1280w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1070417-300x225.jpg 300w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1070417-768x576.jpg 768w, https:\/\/radsportbezirk-westfalen-mitte.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1070417-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/strong><em>RSV Athleten beim Check in am 11.07.15:<br \/>\nJens Kanis, Reiner Bordihn, Erhard Hofmann und Andreas Klappert &gt; v.links<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 align=\"center\"><em><strong>Text &amp; Bild: RSV Osthelden<\/strong><\/em><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur eine Woche nach der Hitzeschlacht beim Ironman Frankfurt, wurde Deutschlands sch\u00f6nster und beliebtester Langtriathlon, die \u201eDATEV Challenge Roth \u201e ausgerichtet.<\/p>\n<p>Es war ein sehr schwerer Kampf f\u00fcr die Starter aller Altersklassen, die an diesem Wochenende nach monatelangem Training ihren Jahresh\u00f6hepunkt finischen wollten. 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